Standort Kernen

Techniques Surfaces Kernen/Stuttgart GmbH

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Brünieren mit FERROBLACK

Brünieren (oder Schwarzoxidieren oder chemisches Schwärzen) ist ein Verfahren nach DIN 50 938:2000 zur Oberflächenveredelung von Eisenwerkstoffen. Das Brünieren zählt zu den nasschemischen Verfahren und erfolgt hauptsächlich als Tauchbehandlung. Das eingesetzte FERROBLACK-Verfahren zeichnet sich aus durch Gleichmässigkeit und Wiederholgenauigkeit.

Beschreibung

Durch Tauchen der Bauteile in eine heiße alkalisch - oxidierende Lösung wird beim Brünieren auf der Oberfläche der behandelten Werkstücke eine dünne Eisenoxidschicht aus schwarzem Eisenoxid (Fe304) erzeugt. Diese verleiht den Teilen eine tiefschwarze Oberfläche. Typische Schichtstärken liegen in einem Bereich von 0,5 bis 2 Nm.

Die Brünier-Schicht selbst bietet kaum Korrosionsschutz, erlaubt jedoch mit Hilfe eines Tauchverfahrens spezielle Nachbehandlungsschritte mit Korrosionsschutzöl. Die Art sowie der Auftrag des verwendeten Korrosionsschutzöls sind maßgeblich für die erzielten Korrosionsschutzeigenschaften verantwortlich.

Voraussetzung für das Brünieren  ist eine metallisch blanke Oberfläche. Die Werkstücke werden hierfür vor dem eigentlichen Brüniervorgang in einer wässrig alkalischen Entfettung gereinigt und bei vorhandenem Rost oder anderen Oxidschichten gestrahlt.

Vorgehensweise

  • Entfetten der Teile (Aufwand abhängig vom Verschmutzungsgrad) mit gründlichem Spülen
  • Brünieren je nach gewünschtem Brünierüberzug (4,5 bis 6,5 g/m²) in ein  oder mehrstufigen Prozessen; Behandlungszeit 5 bis 20 min.
  • Gründliches Spülen nach dem Brünieren
  • Nach dem Brünieren können die Teile noch beölt werden, was sich positiv auf die Optik und den Korrosionsschutz auswirkt.

Vorteile

  • Ansprechende Optik durch eine tiefschwarze Färbung der Oberfläche
  • Verbesserte Korrosionsbeständigkeit im Vergleich zum unbehandelten Ausgangszustand (mit Beölung bis zu 70 Stunden im Salzsprühnebeltest)
  • Durch die beim Brünieren niedrige Behandlungstemperatur bleibt die Festigkeit des Werkstoffes erhalten.
  • Gute Schichthaftung
  • Leitfähigkeit und magnetische Eigenschaften des Grundwerkstoffs werden durch das Brünieren kaum beeinflusst

Hauptanwendungen

  • Stanz- und Biegeteile
  • Waffenteile
  • Motoren  und Getriebeteile, Achsen, Wellen
  • Maschinenteile

Weitere Teile, die oft brüniert werden: Werkzeuge (z. B. Bohrer, Fräser), Spannbacken, Bohrfutterhülsen, Schrauben, Spindeln, Unterlegscheiben, Beschläge sowie Bedienelemente aus der Feinwerkindustrie.